Eine LinkedIn Unternehmensseite erstellen Sie technisch in rund zehn Minuten – und genau das ist das Problem. Weil es so schnell geht, klicken sich die meisten Unternehmen einmal durch, laden ein Logo hoch und wundern sich dann monatelang über null Sichtbarkeit. In dieser Anleitung führen wir Sie durch die sieben Schritte zur fertigen Seite – und durch die Punkte, an denen rund 90 % der Firmen scheitern, bevor der erste Beitrag überhaupt online ist: leerer Slogan, fehlendes Impressum, falsche Erwartungen an die Reichweite.

Definition
LinkedIn Unternehmensseite
— Eine LinkedIn Unternehmensseite (Company Page) ist das offizielle, kostenlose Profil eines Unternehmens im Business-Netzwerk LinkedIn. Sie bündelt Markenauftritt, Beiträge, Stellenanzeigen und Mitarbeitende an einem Ort und ist Voraussetzung für LinkedIn-Werbeanzeigen.
Warum lohnt sich eine eigene Unternehmensseite auf LinkedIn?
LinkedIn ist mit über einer Milliarde Mitgliedern weltweit das größte Business-Netzwerk – im deutschsprachigen Raum sind es über 25 Millionen. Wer 2026 eine LinkedIn Unternehmensseite erstellen will, tut das selten aus Imagegründen, sondern aus drei sehr praktischen: Ohne Unternehmensseite können Sie keine LinkedIn-Anzeigen schalten, Ihre Mitarbeitenden können sich nicht mit Ihrer Firma verknüpfen (ihr Arbeitgeber bleibt ein grauer Platzhalter), und Sie tauchen bei der Suche nach Ihrem Firmennamen schlicht nicht auf.
Wir bei Comcodix sehen in der Praxis immer wieder denselben Punkt, den viele unterschätzen: Die Unternehmensseite rankt auch bei Google. Wer Ihren Firmennamen sucht, findet sie oft auf Seite eins – direkt neben Ihrer Website. Ein leeres oder halbfertiges Profil an dieser Stelle ist kein neutrales Signal, sondern ein schlechtes.
Profil oder Unternehmensseite – was ist der Unterschied?
Ihr persönliches Profil steht für Sie als Person, die Unternehmensseite für Ihre Marke. Beides braucht einander: Die Seite lässt sich nur über ein persönliches Profil anlegen und verwalten – und persönliche Profile bekommen auf LinkedIn deutlich mehr organische Reichweite. Die Seite ist das Fundament (Anzeigen, Jobs, Mitarbeiter-Verknüpfung), die Profile sind der Lautsprecher.
LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Wie funktioniert es Schritt für Schritt?
Bevor Sie Ihre LinkedIn Unternehmensseite erstellen, brauchen Sie ein persönliches LinkedIn-Konto – das ist Pflicht, einen anonymen Firmenzugang gibt es nicht. Wichtig zu wissen: Die Erstellung funktioniert am Desktop oder in der iOS-App. Auf Android-Geräten wird sie nicht unterstützt. Dann geht es so:
Schritt 1 – Menü öffnen: Klicken Sie auf Ihrer LinkedIn-Startseite oben rechts auf das Raster-Symbol („Für Unternehmen“ bzw. „Produkte“) und wählen Sie ganz unten Unternehmensseite erstellen.
Schritt 2 – Seitentyp wählen: Zur Auswahl stehen Unternehmen, Fokusseite und Bildungseinrichtung. Für fast alle Firmen ist „Unternehmen“ richtig; Fokusseiten sind Unterseiten für einzelne Marken oder Produktlinien – die brauchen Sie am Anfang nicht.
Schritt 3 – Name und URL festlegen: Tragen Sie den offiziellen Firmennamen ein und wählen Sie eine kurze, lesbare URL (z. B. linkedin.com/company/ihr-firmenname). Die URL lässt sich später nur eingeschränkt ändern – einmal sauber festlegen, dabei bleiben.
Schritt 4 – Logo und Banner hochladen: Das Logo braucht 300 × 300 Pixel, das Bannerbild 1584 × 396 Pixel. Ein leerer grauer Banner ist das sichtbarste Zeichen einer verwaisten Seite.
Schritt 5 – Slogan schreiben: Sie haben 120 Zeichen. Schreiben Sie hinein, was Sie für wen tun – nicht Ihr Motto. Der Slogan wirkt wie eine Meta-Description und zählt in der LinkedIn-Suche als Rankingfaktor.
Schritt 6 – Beschreibung ausfüllen: Bis zu 2.000 Zeichen für Leistungen, Zielgruppe und Suchbegriffe. Die ersten rund 156 Zeichen erscheinen auch im Google-Snippet – dort gehören Ihre wichtigsten Keywords hin.
Schritt 7 – Bestätigen und erstellen: Haken setzen, dass Sie berechtigt sind, im Namen des Unternehmens zu handeln, dann auf Seite erstellen klicken. Sie sind damit automatisch Super-Admin und können weitere Admins hinzufügen.
Diese 4 Fehler machen 90 % nach dem Start
Die Seite bleibt leer
Slogan ohne Substanz
Mitarbeitende nicht eingebunden
Die Seite zu erstellen ist der leichteste Teil. Was in den ersten 90 Tagen danach passiert, entscheidet über ihren Wert.
Was gehört auf eine vollständige LinkedIn Company Page?
Vollständigkeit ist auf LinkedIn keine Kosmetik, sondern messbar: Laut LinkedIn erhalten komplett ausgefüllte Seiten rund 30 % mehr Aufrufe. In unseren Projekten zeigt sich dabei immer wieder, dass drei Felder den größten Unterschied machen – Slogan, Beschreibung und Call-to-Action-Button. Komplett heißt insgesamt: Logo, Banner, Slogan, Beschreibung mit Keywords, Branche, Unternehmensgröße, Standort, Website-Link – und ein CTA-Button. Dort können Sie statt des Standard-Buttons gezielt Kontakt, Website besuchen oder Registrieren wählen, je nachdem, was Besucher als Nächstes tun sollen.
Das LinkedIn Firmenprofil ist Ihre zweite Visitenkarte
Wer Ihr LinkedIn Firmenprofil anlegt und pflegt, baut einen zweiten Webauftritt auf, den Entscheider ohne Umweg erreichen: Kunden prüfen dort, ob es Sie wirklich gibt. Bewerber schauen, wie Sie auftreten. Und Google zeigt die Seite bei der Suche nach Ihrem Firmennamen prominent an. Deshalb gilt: lieber wenige Felder richtig gut ausfüllen als alle halbherzig.
Keine Lust, sich durch Bildmaße, Slogan-Feinschliff und Impressums-Details zu klicken?
Wie bekommen Sie die ersten Follower auf Ihre Seite?
Eine Unternehmensseite mit acht Followern wirkt wie ein leeres Restaurant. Drei Hebel funktionieren zuverlässig: Erstens können Sie als Admin bis zu 250 Kontakte pro Monat direkt einladen, Ihrer Seite zu folgen – laden Sie aber nur Menschen ein, die Ihre Inhalte tatsächlich interessieren. Zweitens gehört der Link zur Seite in Ihre E-Mail-Signatur, auf Ihre Website und in den Newsletter. Drittens zählt Regelmäßigkeit mehr als Frequenz: Ein bis zwei brauchbare Beiträge pro Woche schlagen den täglichen Pflichtpost. Kommentieren Sie außerdem als Unternehmensseite unter relevanten Beiträgen anderer – das ist seit einiger Zeit möglich und bringt Sichtbarkeit, die der eigene Feed allein nicht liefert.
Lohnt sich das für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe überhaupt?
Ehrliche Antwort: nicht für jeden gleich stark. Wenn Sie Geschäftskunden gewinnen, Fachkräfte suchen oder erklärungsbedürftige Leistungen verkaufen, ist die Seite Pflicht – Entscheider und Bewerber prüfen Sie dort, ob Sie posten oder nicht. Für ein rein lokales B2C-Geschäft wie ein Restaurant sind andere Kanäle meist wichtiger; dann reicht eine gepflegte Basis-Seite als digitale Visitenkarte. Der Aufwand dafür ist überschaubar, die Erstellung kostet nichts – es gibt also kaum einen Grund, die Seite nicht anzulegen. Nur die Erwartung sollte zum Einsatz passen.
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Wir richten Ihre Seite komplett ein – Profil, Impressum, Content-Plan – und halten sie danach aktiv. Social-Media-Betreuung gibt es bei uns ab 59 €/Monat.


















